Das ‚Erlebnis’ Leimentaler-Lauf in Oberwil/BL
Am letzten Samstag, 14. Februar 2009, hatten Burki, Martin und ich uns vorgenommen den Leimentaler-Lauf in Oberwil/BL zu absolvieren. Es handelt sich dabei um einen coupierten 15Km Lauf über Asphalt- und Naturstrassen.
Nachdem Martin frühmorgens bereits seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hatte, fuhren Burki und ich um 1100 Uhr im grössten Schneegestöber und ca. -2° los in Richtung Basel. Das schlechte Wetter und die tiefe Temperatur drückte etwas auf die Stimmung und die Motivation. Aufgrund des schlechten Wetters kamen wir nur mühsam und langsam voran. Dann, nachdem wir den Baregg-Tunnel passiert hatten, hatten wir plötzlich trockene Strassen vor uns, zum Teil blauen Himmel, ein wenig Sonnenschein und die Temperatur deutlich über dem Nullpunkt. Mit diesen unerwarteten Wetterbedingen hellten sich auch unverzüglich unsere Gemüter auf.
Durch diese Wetterverbesserung kamen wir zügig voran und waren um 1230 Uhr, eineinhalb Stunden vor dem Start in Oberwil/BL. Nachdem wir uns angemeldet hatten, ich konnte die Startnummer von Martin übernehmen, machten wir uns zu Fuss auf den Weg einen Teil der Strecke zu besichtigen. Bis dahin klappte alles vorzüglich.
Beim Einlaufen fühlte ich mich ziemlich schlapp und unförmig, doch wer mich kennt, weiss das dies ein gutes Zeichen ist.
Dann pünktlich um 1400 Uhr der Start. Wichtig, bis jetzt war alles immer noch in bester Ordnung und klappte nach wie tiptop.
Gleich nach dem Start setzen sich Martin von Känel (Reichenbach im Kandertal), Tekle Tekle (Eritrea) und ich an die Spitze, gefolgt von Jan Kunz (Basel), Martin Fischer (Deutschland) und Justin Hand (GB oder Irland).
Vom Start weg merkte ich, dass für mich an diesem Tag alles stimmte. Ich hatte eine super Form.
Nach ca. 1.5 bis 2 Kilometer hatte unsere Spitzengruppe (von Känel, Tekle, ich) bereits einen Vorsprung von ca. 150 bis 200 Meter auf unsere Verfolgergruppe.
Das Rennen war von Beginn an zum Teil stark coupiert und im Wald waren die Strassen Schneebedeckt und sehr rutschig. Bei jedem Anstieg distanzierten von Känel und ich den Eriträer Tekle um einige Meter, dem es anscheinend nicht wohl war auf der rutschigen Unterlagen zu laufen. Aber in jedem noch so kleinen Flachstück gelang es Tekle wieder zu uns auf zu schliessen.
Das Rennen war schnell und wir folgten einfach unserem Vorfahrer auf dem Mountainbike.
Damit begann dann auch das Debakel. Nach ca. 22 Minuten liefen wir von hinten auf andere Läufer, auf einer Strecke, welche wir bereits zuvor gelaufen waren. Wir machten uns dabei noch keine zu grossen Gedanken, es handelte sich um sehr langsame Läufer und es hätte sich ja auch um das Feld der Walker handeln können. Aber als wir nach ca. 29 Minuten die 4 Kilometertafel passierten, wussten wir, etwas stimmt hier nicht.
Auf unsere Frage antwortete der Vorfahrer es sei alles in Ordnung. Er sei zum ersten Mal Vorfahrer habe sich strikte an die Anweisungen der Streckenposten gehalten.
Immer und immer wieder versuchten von Känel und ich den Vorfahrer zu überzeugen, dass mit der Streckenführung etwas nicht stimmen konnte.
In der Folge vergrösserte der Vorfahrer den Abstand zu uns und fuhr den Rest der Strecke ca. 50 bis 100 Meter vor uns.
Wir ‚kämpften’ uns zu dritt von hinten durch das Feld in Richtung Ziel, welches wir nach ca. 1 Stunde und 5 Minuten erreicht hatten. Notabene mit ca. 19 bis 20 Kilometer anstatt 15.
Es stellte sich heraus, dass ein Streckenposten nicht pünktlich vor Ort war und der Vorfahrer, welcher sich nicht auskannte einfach der markierten Strecke gefolgt war. Nur leider hatte sich ca. 1.5 bis 2 Kilometer nach dem Start die Strecke der Läufer und der Walker getrennt. Das heisst, wir hatten nebst der Laufstrecke auch noch die Schlaufe der Walker absolviert.
Bei der Rangeverkündigung wurde der Vorfall und die betroffenen sechs Läufer, es waren nur die zwei Spitzengruppen falsch geführt worden, knapp erwähnt.
In der Rangliste wurde der Vorfall noch lapidarer abgehandelt:
„Die Spitzengruppe mit folgenden Läufern konnte nicht klassifiziert werden, weil sie kurz vor dem Ziel in die falsche Richtung geleitet wurde. Wir bedauern diese Sportler nicht rangieren zu können und
entschuldigen uns für diese organisatorische Panne.“
Schwarz Jwan, Tekle Tekle, von Känel Martin, Kunz Jan, Fischer Martin, Hand Justin
Wobei die Aussage kurz vor dem Ziel ja auch eine Ansichtssache ist und diskutiert werden kann. 1.5 bis 2 Kilometer nach dem Start, kann bei einem 15 Kilometer Lauf, je nach dem auch schon wieder kurz vor dem Ziel sein……
Aus der Rangliste:
4 . Simperl Burkhard 8400 Winterthur 1973 00:58:00
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